Beauty and the Bike
Mobilitätskultur in städtischen Siedlungsräumen und die Rolle junger Mädchen
Die kulturelle Dimension europäischer Verkehrsplanung wird – bis heute – von den verantwortlichen PlanerInnen eher als eine Randerscheinung betrachtet. Städtische VerkehrsplanerInnen haben sich bisher wenig mit soziokulturellen Aspekten und Trends ihrer Disziplin befasst, denn ihre Ausbildung und die sich daraus folgerichtig ergebende Planungspraxis richtete sich mehr daran aus, praktische Lösungen für – nur als technische Probleme der Verkehrplanung betrachtete – Situationen zu finden.
Aber in Zeiten des Klimawandels sehen sich die VerkehrsexpertInnen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Auch der Verkehrssektor ist aufgefordert, an der Verminderung der CO2 Emissionen mitzuwirken, und die PlanerInnen müssen jetzt über ihre rein technischen Lösungen hinweg auch über die Folgen für das soziokulturelle Klima nachdenken, die ihre scheinbar gesellschaftlich wertfreien, rein technischen Entscheidungen in der Vergangenheit hervorgerufen haben und folgerichtig in der Zukunft bewirken können. Beauty and the Bike ist ein Projekt, das sich mit diesen kulturellen Aspekten des städtischen Verkehrs befasst, es soll den VerkehrsplanerInnen in verdichteten Planungsräumen helfen, mit diesen Fragen effizient umzugehen, indem es auf eine wichtige Determinante der städtischen Verkehrsplanung fokussiert: auf die Mobilitätskultur von Mädchen und jungen Frauen in Europa.
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